Viele Stressreaktionen klingen innerhalb von neunzig Sekunden ab, wenn wir sie nicht weiterfüttern. Nutze dieses natürliche Zeitfenster für winzige Interventionen: einen längeren Ausatem, ein bewusstes Lösen des Kiefers, lockeres Kreisen der Schultern. Ein so kurzes Innehalten passt zwischen jede Aufgabe, stört den Flow nicht und bringt zugleich die Fähigkeit zurück, klar zu priorisieren. Regelmäßig geübt, formt diese Mini-Praxis eine robuste Basis für gelassenes Handeln unter Druck.
Statt neue Rituale mühsam zu erfinden, knüpfe Mini-Pausen an stabile Anker: nach dem Zähneputzen, sobald der Laptop aufgeklappt wird, beim Wasserkocherklicken, nach jedem Telefonat. Ein klarer Auslöser senkt die Entscheidungslast, der Plan läuft fast automatisch. Formuliere die Verknüpfung konkret: „Nach X mache ich Y für sechzig Sekunden.“ Diese Einfachheit schützt vor Prokrastination, lässt Erfolge schnell spürbar werden und motiviert, dranzubleiben – auch wenn der Tag überraschend anders verläuft.